Evangelische Kirchengemeinde Hofheim (Ried)

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Start Kirchenmusik Posaunenchor
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Evangelischer Posaunenchor Hofheim/Ried

 

Anzahl der aktiven Musiker: etwa 35

 

Wöchentliche Proben

Freitags von 19.30 bis 21.30 im großen Saal oben im Gemeindehaus in der Bahnhofstraße 22

Auftritte

Gottesdienste (auch ökumenische), Kurrendeblasen an Heiligabend und Ostern, Kommunion, eigene Konzerte und Konzerte mit anderen musikalischen Gruppen der Gemeinde, Unterhaltungsmusik bei Festen (eigenes Gemeindefest, Pfarrfest der katholischen Pfarrei St. Michael, …), Umrahmung von Feierlichkeiten wie Vereinsjubiläen,...

Interne Veranstaltungen

Schlachtfest, Familientag, Wandertag, Weihnachtsfeier, Skat- und Tischfußballturnier, Jugendausflüge


Sonstiges

Mehrfacher Preisträger des Kulturpreises der Stadt Lampertheim

 

Termine 2017

13.01. Generalversammlung
28.01.
Diamantene Hochzeit, 15:30 Uhr
05.02.   
Gottesdienst (09:30 Uhr)
04.03.
Schlachtfest (17 Uhr), chorintern
09.04.
Goldene Konfirmation (09:30 Uhr)
16.04.
Ostersonntag: Kurrendeblasen (06:45 Uhr), Gottesdienst (09:30 Uhr)
30.04.
Weißer Sonntag (09:45 Uhr), Begleitung der Kommunionkinder
13.05.
Hochzeit (14:00 Uhr)
28.05.
Konfirmation (09:30 Uhr)
15.06.
Familientag (10 Uhr), chorintern
24.06.
Schiffsausflug (9-17 Uhr) Dekanat Ried
Gemeindeabend (18:30 Uhr)
07.07./14.07./21.07./28.07.
Sommerpause
20.08.   
Innenhoffest (12 Uhr – 14 Uhr) in Lampertheim
27.08.   
Pfarrfamilienfest (11 Uhr – 13 Uhr)
09.09.
Kerb: Eröffnung (16:30 Uhr), ökumenischer Gottesdienst (18:30 Uhr)
14.10.
Wandertag, chorintern
31.10.
Reformationsgottesdienst (09:30 Uhr)
09.11.
St. Martin Hofheim (17:30 Uhr)
11.11.
eigenes Kirchenkonzert (19 Uhr)
19.11.
Volkstrauertag Rosengarten (14 Uhr)
26.11.
Totensonntag (15 Uhr)
02.12.
Weihnachtsmarkt Vogelverein (17:30 Uhr – 18:30 Uhr)
(10.12.
evtl. Seniorennachmittag (13:30 Uhr))
16.12.
Weihnachtsfeier (18:30 Uhr)
24.12.
Kurrendeblasen (15:45 Uhr)
26.12.
Gottesdienst (09:30 Uhr)
28.12.
Skat-/Tischfußballturnier (19 Uhr), chorintern

 

Kontakt:

Wolfgang Herbert
Tel.: 06241/80931

 

Aktueller Vorstand


1.Vorsitzender: Wolfgang Herbert
2.Vorsitzender: Veronika Trübe
Schriftführerin: Silke Dautenheimer
Rechner: Christian Marquard
Pressewartin: Ingrid Trübe
Beisitzer: Melina Pauly und Peter Vetter

Dirigent und musikalischer Leiter des Chors seit Januar 2017: Simon Kräuter

 

 

Beiträge des Posaunenchors im Gemeindebrief der Kirchengemeinde

Gemeindebrief II/2017

Aus ganz Hofheim und auch aus Bensheim, Zwingenberg, Biblis, Bürstadt und Mannheim kommen jeden Freitag etwa 30 Menschen nach Hofheim. Sie kommen mit großen und kleinen Taschen, es sind Schüler, Studenten, Auszubildende, Berufstätige oder Rentner. Alle haben eine ereignisreiche Woche hinter sich und sind reif fürs Wochenende. Dennoch kommen sie für zwei Stunden Konzentration im Gemeindehaus zusammen.

Nach einer festen Sitzordnung werden Stühle gestellt und alle packen aus: Große und kleine Holz- und Blechblasinstrumente, Instrumentenständer, Notenständer, Schlagzeug und Noten. Und dann geht es los: Der Dirigent hebt seinen Taktstock und nach seinem Dirigat wärmen alle sich und ihre Instrumente mit Einspielübungen auf für das, was nun folgt. Wird gemeinsam für den nächsten Gottesdienst geprobt? Wird Unterhaltungsmusik aufgefrischt oder werden neue Noten für unser nächstes Konzert aufgelegt? Unser Dirigent hat einen festen Plan für den Abend und wir machen gemeinsam Musik.

 

 

Nach der Probe treffen sich dann noch einige Musiker in entspannter Runde, denn während der Probe war nicht viel Zeit für Gespräche.
Natürlich treffen wir uns nicht nur freitags. Abgesehen von  8 Mitwirkungen in Gottesdiensten sind für das Jahr 2017 noch 16 musikalische Anlässe verschiedenster Art und 6 Termine ohne Instrumente geplant,  bei denen auch die Familien der Chormitglieder eingeladen sind.

Neue Musiker sind immer willkommen, unverbindlich an einer Probe teilzunehmen: Jeden Freitag ab 19.30 im Gemeindehaus, außer vom 07. – 28. Juli, da machen wir nämlich Sommerpause.

 

 

Gemeindebrief I/2017

Das neue Jahr startet für den Posaunenchor mit einem wichtigen Neuanfang. Nachdem der bisherige Dirigent, Sebastian Blaut, dem Chor 4 Jahre lang als musikalischer Leiter vorgestanden hatte, kündigte er die Stelle bei uns im September aus privaten Gründen. Seit etwa 2 Jahren wohnt er jetzt mit seiner Familie in der Nähe von Darmstadt, wo er auch hauptberuflich arbeitet. Seinen letzten Auftritt mit dem Posaunenchor hatte er im Gottesdienst am 2. Weihnachtsfeiertag in der Friedenskirche. In der Zeit mit Sebastian Blaut hat der Posaunenchor neben Gottesdiensten und vielen  anderen Veranstaltungen zwei große Konzerte gespielt und neue Musikrichtungen kennengelernt.

Im letzten Vierteljahr des alten Dirigenten startete die Suche nach einem neuen Dirigenten. Diese Zeit ist immer spannend, denn es ist nicht selbstverständlich, einen guten Musiker für den Job des Dirigenten zu finden. Umso erfreuter waren wir, dass sich gleich drei Kandidaten fanden, die sich für unsere Stelle bewarben. In den Probedirigaten zeigte sich, dass alle ihr Handwerk verstanden. Nach einer ausführlichen Diskussion über die Kandidaten stimmten die Mitglieder des Posaunenchors ab und entschieden sich für Simon Kräuter.

Wir sind glücklich darüber, dass wir diesen hervorragenden Musiker nach Hofheim verpflichten konnten. Seit Januar organisiert er unsere wöchentlichen Proben und leitet unsere Auftritte.

 

 

Simon Kräuter wurde in Tuttlingen geboren und wuchs dort, zwischen Schwarzwald und Bodensee auf. Im Alter von 6 Jahren begann er seine Ausbildung auf dem Euphonium, bevor er zur Posaune wechselte. Als Posaunist sammelte er Erfahrung in verschiedenen Orchestern und Bands, war z.B. für 3 Jahre als Erster Posaunist beim Sinfonischen Jugendblasorchester Baden-Württemberg sowie beim Landes-Jugend-Jazzorchester Baden-Württemberg.  Er gewann verschiedene Musikwettbewerbe und bereiste durch seine Konzerttätigkeit schon die halbe Welt. Im vergangenen Jahr studierte Simon Kräuter in den USA und nutzte die Zeit untern anderem für musikalische Aktivitäten in New Orleans. Wer seinen Lebenslauf liest, fragt sich, wie er das alles in seinen 24 Jahren schon geleistet hat.

In Mannheim studiert Simon Kräuter im Moment noch Posaune bei Prof. Ehrhard Wetz, der ihn auch auf die Stellenausschreibung des Posaunenchors aufmerksam machte. Dirigierkurse hat Simon Kräuter nur in den USA belegt, dort hat er auch verschiedene Orchester dirigieren können. Er durfte außerdem bereits unter vielen sehr guten Dirigenten, wie Kurt Masur, spielen und hat in vielen Gesprächen gute Tipps für seine Tätigkeit als Dirigent bekommen, wie wir im Posaunenchor erfahren konnten. Simon Kräuter dirigiert sehr deutlich und erklärt den Musikern auch, worauf er Wert legt. Alle sind konzentriert bei der Sache und bemühen sich, die Vorgaben des Dirigenten umzusetzen. Das Ergebnis am Ende der Probe überzeugt uns dann. „Und außerdem haben wir noch Spaß dabei gehabt!“, war die Reaktion auf die ersten Proben mit dem neuen Dirigenten.

Simon Kräuters Ziele sind: Spaß an der Musik haben und versuchen, das Programm in Konzerten und Proben interessant und abwechslungsreich zu gestalten, so dass möglichst am Ende für jeden etwas dabei ist. Und natürlich soll am Ende gut gespielte Musik dabei rauskommen, so dass auch die Zuhörer einen Genuss daran haben.

Wenn das nicht Ziele sind, hinter denen wir vom Posaunenchor auch stehen!

 

Gemeindebrief IV/2016

Die Weihnachtsfeier des Posaunenchors findet jedes Jahr am zweiten Samstag im Advent statt.  Das wird in diesem Jahr der 10. Dezember sein. Traditionell beginnen wir mit einer Feierstunde in der Friedenskirche, zu der alle eingeladen sind, die in der Adventszeit vorweihnachtliche Musik schätzen.

Die Musikerinnen und Musiker werden sich eine halbe Stunde vor Beginn der Feier in der Kirche treffen. Die Kirche wird dann auch schon für die Gäste geöffnet sein, so dass man auch die direkte Vorbereitung eines Orchesters auf einen Auftritt live erleben kann.
Im Laufe der Feierstunde in der Kirche wird es auch wieder mehrere Lieder zum Mitsingen geben. Wer nicht textsicher ist, kann sich an den abgedruckten Liedtexten orientieren. Andere Lieder sind für den instrumentalen Genuss gedacht.

Diese Feierstunde bietet auch immer die Gelegenheit, Chormitglieder für ihr langjähriges Musizieren im Posaunenchor zu ehren und neue Mitglieder in die Chorfamilie aufzunehmen.

Es freut uns ganz besonders, dass auch in diesem Jahr mit Marina Schnell wieder eine ausgezeichnete Musikerin den Posaunenchor aufgenommen werden kann. Sie will, nachdem sie ein Jahr lang regelmäßig an den Proben und Auftritten teilgenommen hat, von nun an „richtig“ zum Posaunenchor gehören, und auch die Musiker des Orchesters haben sich dafür ausgesprochen. Marina ist nicht nur musikalisch sondern auch menschlich eine Bereicherung für den Chor.

Einladung zur Weihnachtsfeier des Posaunenchors
am 10. Dezember
ab 18.30 Uhr
in der Friedenskirche Hofheim

In der Adventszeit und an Weihnachten wird der Posaunenchor noch mehrmals in Hofheim zu hören sein. Schon am 4. Dezember wird er die Weihnachtsfeier der Senioren im Bürgerhaus musikalisch eröffnen. Am 24. Dezember werden sich die Bläserinnen und Bläser wieder auf den Weg durch Hofheim machen und an vielen Stationen Weihnachtslieder spielen. Die Termine dieser Weihnachtskurrende werden in der Tagespresse zu lesen sein. Am Zweiten Weihnachtsfeiertag werden wir wieder den Gottesdienst musikalisch mitgestalten. Das wird dann auch in diesem Jahr die letzte Möglichkeit sein, in der Friedenskirche Weihnachtslieder zu singen.

Gemeindebrief III/2016

In unserem Posaunenchor ist gemeinsames Musizieren ein wichtiger Aspekt unseres Zusammenkommens. Sehr wichtig war es uns aber auch schon immer, außermusikalisch Zeit miteinander zu verbringen. So gehörte zu dem gelungenen Konzert im Bürgerhaus im April auch das anschließende gemütliche Beisammensitzen bei Brot und Wurst (und Käse…) im Gemeindehaus.

 

Wer feiern kann, der kann auch musizieren – das zeigten wir am Tag nach dem Konzert bei der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes zur goldenen und diamantenen Konfirmation.

Bei den meisten „unserer“ Gottesdienste ist denn auch die Empore der Friedenskirche zu mehr als die Hälfte von uns Musikern besetzt. Im Laufe des Kirchenjahrs begleiten wir so Gottesdienste ohne besonderen Anlass oder solche mit Konfirmation, Taufe, Ostern, Vorstellung der Vikarin oder Weihnachten oder auch schon mal eine Hochzeit mit Chorälen und anderen Musikstücken

Die Vielseitigkeit unseres musikalischen Repertoires zeigt sich auch in Auftritten außerhalb der Kirche. Am Gemeindeabend der Kirchengemeinde unterhielt der Posaunenchor die Besucher mit traditioneller Unterhaltungsmusik, ebenso ist das Pfarrfamilienfest der katholischen Kirchengemeinde ein fester Auftritt in unserem Terminkalender. Im Verlauf des Sommers ist der Posaunenchor bei so manchem Fest zu hören.

Bei der Hofheimer Kerb vereinigen wir weltliche mit kirchlicher Musik. Wir sind der erste Programmpunkt der Eröffnung der Kerb vor dem Alten Rathaus mit zünftiger Blasmusik und begleiten anschließend den ökumenischen Gottesdienst vor der Balthasar Neumann Kirche.

Unser nächstes eigenes Konzert wird im Herbst 2017 in der Friedenskirche stattfinden.
Die Proben dafür beginnen jetzt. Das bedeutet, jetzt ist der ideale Zeitpunkt für Musiker, die ein Blech- oder Holzblasinstrument  oder auch das Schlagzeug beherrschen, bei uns einzusteigen. Die wöchentlichen Proben finden freitags von 19.30 bis 21.30 im großen Saal oben im Gemeindehaus in der Bahnhofstraße 22 statt.

 

 

Geschichte des Chores


Am 30. September 1912 lud der rührige Pfarrer Stock Hofheimer junge Männer in die frühere „Kinderschule“ ein, um einen Posaunenchor zu gründen. Zwölf Gründungsmitglieder konnte der Verein zunächst verbuchen, ein Jahr später kamen weitere fünf Bläser zum Chor. Die Gründer waren sehr aktive Leute, und schon am 2. März 1913 veranstaltete der Chor einen Familienabend, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen war und dieser Einladung auch zahlreich folgte.
Jäh unterbrochen wurde der eifrige Aufbau durch den Ersten Weltkrieg, der die Arbeit für vier Jahre lahmlegte und auch dem Posaunenchor tiefe Wunden schlug. Doch im Jahre 1918 ertönten bei einem Gedächtnisgottesdienst wieder Trompetenklänge, die Arbeit des Chores wurde fortgesetzt.
Sein erstes Kirchenkonzert veranstaltete der Posaunenchor bereits im Jahre 1920. Den zahlreichen Zuhörern wurden damals nicht nur Choräle und Motetten zu Gehör gebracht, auch Solovorträge trugen zur Begeisterung bei. Im großen Rahmen feierte man das 10-jährige Bestehen im Juni 1922, zudem auch aus umliegenden Städten und Gemeinden Posaunenchöre anreisten.

Auch andere Hofheimer Musikvereine wirkten bei den zahlreichen Juiläumsveranstaltungen mit, die gegenseitige Unterstützung ist bis heute noch der Garant für ein lebendiges Musikleben in ganz Hofheim.
Über den kirchlichen Rahmen hinaus übernahm der Chor seine Pflichten im kulturellen Leben der Gemeinde, auch volkstümliche Musik gehörte nun zum Repertoire des Chores.

Leider wurde die Zeit des frohen Musizierens im Jahre 1939 erneut durch die Grauen eines Krieges unterbrochen, bis 1945 mußte die Arbeit des Chores ruhen.
Im Jahre 1945 fanden sich erneut unverzagte Männer, die voll Hoffnung und Zielstrebigkeit den Wiederaufbau in Angriff nahmen. Allen voran war es der Dirigent Jakob Lösch XVII, der unermüdlich Kräfte heranbildete und den Chor zu neuer Blüte führte. Um sein Können unter Beweis zu stellen, gab der Posaunenchor nun in regelmäßigen Abständen sowohl geistliche Konzerte in der Kirche als auch Konzerte mit klassischer und volkstümlicher Musik.

Bei der Grundsteinlegung der Friedenskirche, der Glockenweihe und bei der Einweihung 1963 spielte der Chor ebenso wie beim Landesposaunentag in Worms 1960, bis dato der größte und schönste Tag des Posaunenchors.
Bedingt durch die Ereignisse mit dem Bau der Friedenskirche, feierte der evangelische Posaunenchor zwei Jahre verspätet, 1964, sein 50jähriges Bestehen, ein dreitägiges Fest mit Hofheimer Musikvereinen und 30 Chören aus der Umgebung, die zum Bezirksposaunenfest nach Hofheim kamen.

Das 60jährige Jubiläum konnte aufgrund verschiedener Dinge erst 1974 gefeiert werden. Es wurde ein Fest ins Leben gerufen, das nicht nur im besagten Jubiläumsjahr, sondern auch weitere Male abgehalten wurde. Bei all diesen Festen wurde der Chor von den Ortsvereinen unterstützt, so daß immer wieder ein schönes Programm geboten werden konnte. Höhepunkt dieser Festivitäten war sicherlich das dreitägige Sommerfest 1993, das bisher alles abgehaltene wohl in den Schatten stellte und der Bläserfamilie in Musik und Organisation alles abverlangte.

In den letzten Jahren verdichteten sich die herausragenden Ereignisse. 1984 und 2001 erhielt der Chor den Vereinsförderpreis der Stadt Lampertheim, Kontakte zu der „Harmonie Scarponaise“, dem Orchester der französischen Partnerstadt Dieulouard wurden geknüpft, regelmäßig abgehaltene Konzerte waren stets ausverkauft.

 

 

Geschichte des Chores

 

Am 30.September 1912 lud der rührige Pfarrer Stock Hofheimer junge Männer in die frühere „Kinderschule“ ein, um einen Posaunenchor zu gründen. Zwölf Gründungsmitglieder konnte der Vereine zunächst verbuchen, ein Jahr später kamen weitere fünf Bläser zum Chor. Die Gründer waren sehr aktive Leute, und schon am 2.März 1913 veranstaltete der Chor einen Familienabend, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen war und dieser Einladung auch zahlreich folgte.

Jäh unterbrochen wurde der eifrige Aufbau durch den Ersten Weltkrieg, der die Arbeit für vier Jahre lahmlegte und auch dem Posaunenchor tiefe Wunden schlug. Doch im Jahre 1918 ertönten bei einem Gedächtnisgottesdienst wieder Trompetenklänge, die Arbeit des Chores wurde fortgesetzt.

Sein erstes Kirchenkonzert veranstaltete der Posaunenchor bereits im Jahre 1920. Den zahlreichen Zuhörern wurden damals nicht nur Choräle und Motetten zu Gehör gebracht, auch Solovorträge trugen zur Begeisterung bei. Im großen Rahmen feierte man das 10jährige Bestehen im Juni 1922, zudem auch aus umliegenden Städten und Gemeinden Posaunenchöre anreisten.

Auch andere Hofheimer Musikvereine wirkten bei den zahlreichen Juiläumsveranstaltungen mit, die gegenseitige Unterstützung ist bis heute noch der Garant für ein lebendiges Musikleben in ganz Hofheim.

Über den kirchlichen Rahmen hinaus übernahm der Chor seine Pflichten im kulturellen Leben der Gemeinde, auch volkstümliche Musik gehörte nun zum Repertoire des Chores.

Leider wurde die Zeit des frohen Musizierens im Jahre 1939 erneut durch die Grauen eines Krieges unterbrochen, bis 1945 mußte die Arbeit des Chores ruhen.

Im Jahre 1945 fanden sich erneut unverzagte Männer, die voll Hoffnung und Zielstrebigkeit den Wiederaufbau in Angriff nahmen. Allen voran war es der Dirigent Jakob Lösch XVII, der unermüdlich Kräfte heranbildete und den Chor zu neuer Blüte führte. Um sein Können unter Beweis zu stellen, gab der Posaunenchor nun in regelmäßigen Abständen sowohl geistliche Konzerte in der Kirche als auch Konzerte mit klassischer und volkstümlicher Musik.

Bei der Grundsteinlegung der Friedenskirche, der Glockenweihe und bei der Einweihung 1963 spielte der Chor ebenso wie beim Landesposaunentag in Worms 1960, bis dato der größte und schönste Tag des Posaunenchors.

Bedingt durch die Ereignisse mit dem Bau der Friedenskirche, feierte der evangelische Posaunenchor zwei Jahre verspätet, 1964, sein 50jähriges Bestehen, ein dreitägiges Fest mit Hofheimer Musikvereinen und 30 Chören aus der Umgebung, die zum Bezirksposaunenfest nach Hofheim kamen.

Das 60jährige Jubiläum konnte aufgrund verschiedener Dinge erst 1974 gefeiert werden. Es wurde ein Fest ins Leben gerufen, das nicht nur im besagten Jubiläumsjahr, sondern auch weitere Male abgehalten wurde. Bei all diesen Festen wurde der Chor von den Ortsvereinen unterstützt, so daß immer wieder ein schönes Programm geboten werden konnte. Höhepunkt dieser Festivitäten war sicherlich das dreitägige Sommerfest 1993, das bisher alles abgehaltene wohl in den Schatten stellte und der Bläserfamilie in Musik und Organisation alles abverlangte.

In den letzten Jahren verdichteten sich die herausragenden Ereignisse. 1984 und 2001 erhielt der Chor den Vereinsförder-preis der Stadt Lampertheim, Kontakte zu der „Harmonie Scarponaise“, dem Orchester der französischen Partnerstadt Dieulouard wurden geknüpft, regelmäßig abgehaltene Konzerte waren stets ausverkauft.